Alle News aus: Nachrichten

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‚Stark im Amt‘

Mit einer eindrucksvollen Rede hat Bundespräsident Steinmeier heute das Portal Stark im Amt eröffnet. „‚Stark im Amt’ ist der Beweis, dass wir als Gesellschaft nicht hilflos sind, wenn es um den Schutz unserer Kommunalpolitiker geht.“ Deshalb freuen wir uns umso mehr, dass auch unser Verein einen Beitrag zur Arbeit des Portals liefern darf.
Komplementär zum Portal bieten wir Workshops für Kommunal-poliitker*nnen an, um sie gegen Hass und Bedrohungen zu stärken.

 https://www.stark-im-amt.de/netzwerk/netzwerk-info/anbieter/starke-demokratie-ev/  

Es gibt eine neue Kommunalstudie

Gestern ist eine neue Umfrage des ‚Kommunal‘ Magazin erschienen. Diese bestätigt unsere Erfahrungen, dass Hass und Bedrohungen im letzten Jahr nochmals mehr geworden sind. Wir intensivieren in diesem Jahr unsere Arbeit, Menschen in der Kommunalpolitik besser darauf vorzubereiten, Hilfsangebote und Bewältigungsstrategien besser zu verbreiten.
Hier sind die Ergebnisse der Umfrage zu finden.

Gute Nachricht: Gesetzespaket gegen Hasskriminalität im Internet tritt am 03.04.2021 in Kraft

Nach langem Ringen wurde das Gesetz gegen Hasskriminalität im Internet am 30. März 2021 vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier ausgefertigt. Durch das Gesetzespaket ändert sich einiges:
Unter anderem gibt es an verschiedenen Stellen deutliche Strafschärfungen. Fortan sind auch die Drohung mit Körperverletzungen, sexuellen Übergriffen oder Straftaten gegen Sachen von bedeutendem Wert (z.B. die Ankündigung, das Auto anzustecken) als Straftaten verfolgbar. Antisemitische Tatmotive werden zudem ausdrücklich als strafschärfende Beweggründe genannt (§ 46 Abs. 2 StGB). Für den Straftatbestand der Beleidigung wurde der Strafrahmen angehoben. Hier kann nunmehr auch mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren bestraft werden, wenn die Beleidigung öffentlich, in einer Versammlung, durch Verbreiten des Inhalts begangen wird.
Gute Nachrichten gibt es für alle Kommunalpolitiker*innen: Diese werden jetzt ausdrücklich durch § 188 StGB geschützt, der sich gegen Beleidigungen, Verleumdungen und üble Nachrede gegen Personen des politischen Lebens richtet. Von Beleidigung und Bedrohung Betroffene können nun auch leichter eine Auskunftssperre im Melderegister eintragen lassen.
Weitreichende Bedeutung hat das Gesetzespaket für die sozialen Netzwerke. Strafbare Postings müssen künftig nicht nur gelöscht, sondern in bestimmten schweren Fällen auch dem Bundeskriminalamt gemeldet werden, damit dieses die Strafverfolgung sicherstellen kann. Hierzu gehören unter anderem die Straftatbestände der Volksverhetzung, des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, die Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten und die Belohnung und Billigung von Straftaten. Diese Meldepflicht gilt allerdings erst ab dem 01. Februar 2022. 

Studie zur Realität in der Kommunalpolitik: „Beleidigt und bedroht“ von der Heinrich Böll Stiftung

Politisch motivierte verbale und tätliche Gewalt gegen Mandatsträger*innen nimmt zu – gerade auch gegenüber den etwa 191.000 politisch Aktiven auf der kommunalen Ebene. Dies hat die Böll-Stiftung in einer umfangreichen Studie festgestellt, für die fast 300 Kommunalpolitiker*innen in ganz Deutschland befragt wurden. Das Resultat: Beleidigungen gehören zum Alltag, die Zahl von Drohungen und tätlichen Übergriffen steigt. Gewalt gegen Kommunalpolitiker*innen werde damit zu einem schwerwiegenden gesellschaftlichen Problem, resümiert die Stiftung. Die Studie finden Sie hier.

Starker Anstieg der Gewalttaten gegen Politiker*innen in 2020 – was im Superwahljahr 2021 zu erwarten ist

Wichtiger Artikel, mit traurigen Entdeckungen: Die Frankfurter Rundschau berichtet, dass im Jahr 2020 im Gegensatz zum Vorjahr 57 % mehr politisch motivierte Straftaten gegen Politiker*innen ausgeübt wurden – davon stammen etwa die Hälfte aus der Reichsbürgerszene. Grundlagen sind Angaben des Bundesinnenministerium nach der Anfrage aus dem Bundestag. Es wird prognostiziert, dass wir mit einem weiteren Anstieg in im Superwahljahr 2021 rechnen müssen, da sich im Vorfeld von Wahlen politisch motivierte Straftaten tendenziell vermehren. Mehr dazu finden Sie hier.

28. Januar 2021 – ein wichtiger Tag für uns

Der Mord an Dr. Walter Lübcke hat uns im Jahr 2019 zur Vorbereitung der Gründung von Starke Demokratie e. V. gebracht, die dann Anfang 2020 vollzogen wurde. Heute wurde gegen den Mörder das Urteil gesprochen. Hier mehr dazu.
Zufällig war dieser Tag auch ein wichtiger Tag für unsere eigene Arbeit! Unser erster Workshop „Gut vorbereitet auf Hass und Bedrohung in Amt und Privatleben“ fand heute Abend für die angemeldeten ehrenamtlichen Bürgermeister*innen aus Schleswig-Holstein statt. Viele andere, die über unseren Partner Hermann Ehlers Stiftung und weitere Partner eingeladen worden waren, mussten wir auf spätere Termine vertrösten. Hier die gemeinsame Pressemitteilung.

Die neue Hassmelde App “MeldeHelden” ist da!

Tolle Nachrichten von unseren Partnern: In Kooperation mit dem hessischen Justizministerium hat die HateAid gGmbH eine App konzipiert, die das Melden von Hatespeech vereinfacht! Nachrichten und Content können direkt gemeldet und verfolgt werden. Man kann Hilfe in Form von Beratungsstellen in seiner Nähe finden und gebündelt Informationen zum Thema digitale Gewalt finden. Die App kann im Google Play Store und im Appstore kostenlos heruntergeladen werden. Ein weiterer, großer Schritt im Kampf gegen Hass im Netz! Hier finden Sie die Pressemitteilung von HateAid.

Bericht zum QAnon-Phänomen in Deutschland neu erschienen

Die Amadeu-Antonio-Stiftung haben soeben einen ersten de:hate Bericht veröffentlicht, der versucht, die US-Hintergründe von QAnon, den Link zu Covid-19 und die Wirkungen in Deutschland aufzuzeigen. Lesenswert für alle, die sich mit diesem Thema konfrontiert sehen. Sicher auch alle Kommunalpolitiker*innen, z. B. im Kontakt mit radikalisierten Corona-Leugnern und 5G-Kämpfern. Hier die Quelle:

Kabinettausschuss zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus legt Maßnahmenkatalog vor

Der von der Bundesregierung im März 2020 eingesetzte Kabinettausschuss zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus hat einen Maßnahmenkatalog vereinbart und diesen der Bundesregierung zur Verabschiedung vorgelegt. Unter den zahlreichen Vorschlägen finden sich auch Maßnahmen zur Unterstützung von Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern. Es sollen insbesondere Regelungsvorschläge für Änderungen des Strafgesetzbuches zur Bekämpfung sogenannter Feindeslisten sowie zur Strafbarkeit von verhetzenden Beleidigungen erarbeitet werden (Vorschlag Nr. 34). Außerdem wird geprüft, ob weiterer Handlungsbedarf im Hinblick auf die Bekämpfung von Cyberstalking und der Verbesserung des Schutzes von Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern besteht (Vorschlag Nr. 34). Zusätzlich soll das politische und gesellschaftliche Engagement von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte gefördert werden (Vorschlag Nr. 12).

Webtalk über die Bedrohung unserer Demokratie durch Gewalt gegen Amtsträger*innen

Gestern fand ein spannender Webtalk über das Thema “Demokratie in Gefahr? Angriffe auf Amts- und Mandatsträger*innen” statt und wurde bereits auf der Website des Landesbeauftragten für für politische Bildung Schleswig-Holstein hochgeladen. Es waren einige sehr interessante Teilnehmer dabei und alles fand in Kooperation mit einigen Stiftungen statt, mit denen wir auch zusammenarbeiten. Das Thema der Gewalt gegen Menschen in politischen Ämtern wird aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Außerdem bestätigt der Webtalk unsere Überzeugung, dass die Solidarität der Bürger*innen ein entscheidender Faktor für die Betroffenen ist und auch allgemein im Kampf gegen Gewalt gegen Politiker*innen. Hier finden Sie den Webtalk.

Ein kleiner, aber unzureichender Schritt im Verfahren von Gelnhausen

In dem ZDFheute Artikel “Von Hatern und Hetzern – Der Kampf gegen Hass im Netz” ist eine wichtige, aber auch sehr schlechte Nachricht versteckt: Die Einstellung des Verfahrens von Gelnhausen gegen 300 Euro. Es ist gut, dass es überhaupt zu dem Verfahren kam, jedoch ist das Ergebnis nicht ausreichend zur Abschreckung und zum Schutz politisch aktiver Menschen. Hier finden Sie den ganzen Artikel.

Erschreckende Zahlen aus dem Saarland – es gibt noch viel zu tun!

Eine Befragung des Saarländischen Rundfunks hat alarmierende Zahlen offenbart: gut die Hälfte aller Amtsträger*innen im Saarland haben bereits Erfahrungen mit Hass, Drohungen und Gewalt gemacht. In der Aufarbeitung wird festgestellt, dass Themen wie Geflüchtete, die Klimakrise und Verkehr sogenannte “Trigger-Themen” sein können. Zudem haben mehrere Politiker*innen angegeben, dass ihnen in jüngerer Vergangenheit mit Mord gedroht wurde. Obwohl diese schockierenden Wahrheiten bekannt sind, fühlen sich Betroffene sich eher mit dem Thema alleingelassen, da die Erfolgsaussichten von Anzeigen sehr gering sind. Es wird wieder bestätigt, dass der Hass und die Gewalt gegen Amtsträger*innen eine Bedrohung für unsere Demokratie ist – wir haben noch viel zu tun! Hier finden Sie den Originalartikel des SR.

Ministerpräsident Markus Söder spricht über Anfeindungen und Drohungen

Nach langen Überlegungen hat sich Markus Söder dazu entschieden, in seiner CSU-Parteitagsrede Passagen aus Morddrohungen gegen ihn vorzulesen. Der Ministerpräsident hat damit nochmals auf die Dramatik des Hasses gegen politisch aktive Personen hingewiesen und festgestellt, dass der Ton immer rauer wird. Wir finden es sehr wichtig, dass auch große, bekannte Politiker*innen über das Problem sprechen und mit Nachdruck darstellen, dass etwas dagegen unternommen werden muss. Mehr dazu finden Sie im Artikel von ntv.

ZDFzoom Doku: „Feindbild Politiker – Sorge um die Demokratie“

Eine erschreckende, aber leider sehr wahre Feststellung: „Hassbotschaften, Beleidigungen und tätliche Angriffe, dem sind längst nicht mehr nur Bundespolitiker ausgesetzt. Zunehmend trifft es auch Kommunalpolitiker und ehrenamtlich Engagierte.“ Das ist die Hauptaussage der Dokumentation des ZDF. Die Journalist*innen von ZDFzoom nehmen sich schon seit einigen Jahren des Themas an, inwiefern sich Hass und Hetze im Bundeswahlkampf verbreitet hat. Jetzt wird festgestellt, dass das Thema noch weit darüber hinausgeht. Diese Erkenntnis teilen wir natürlich und einer der Gründe, wieso wir politisch aktiven Menschen helfen wollen. Hier finden Sie die ca. 20-minütige Dokumentation und einen dazugehörigen Artikel.

Bayern unterstützt Kommunalpolitiker*innen im Kampf gegen Hass im Netz mit Online-Meldesystem

Gute Nachrichten aus Bayern: Künftig können betroffene Kommunalpolitiker*innen im Freistaat Bayern ein neues Online-Meldesystem nutzen. Hier können einfach und schnell Hasskommentare, Drohungen oder Beleidigung, z.B. aus öffentlich einsehbaren Foren, aber auch Direktnachrichten, per E-Mail an den zuständigen Hatespeech-Beauftragten der bayrischen Justiz, Oberstaatsanwalt Klaus-Dieter Hartleb, übermittelt werden. Der Hatespeech-Beauftragte prüft die Meldungen und leitet diese – soweit erforderlich – anschließend an das zuständige Sonderdezernat der 22 bayrischen Staatsanwaltschaften. Für „Offline“-Anfeindungen stehen an jeder der 22 bayrischen Staatsanwaltschaften Ansprechpartner für Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker zur Verfügung. Nach erfolgter Anzeige sollen in der Regel keine Verweisungen auf den Privatklageweg erfolgen.

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